Gesunde Hühner - gesunde Eier


Gesundheitsvorsorge

Gutes Futter aus überwiegend eigenem biologischem Anbau, täglich frisches Wasser und Zugang zu Sonne und frischer Luft, sowie genug Platz zum Bewegen und sorgfältige Betreuung sind sicher die wichtigsten Vorraussetzungen, um ein Hühnervolk gesund und voll befiedert zu erhalten
 
 
Darüber hinaus ergreifen wir aber noch eine ganze Reihe von weiteren Maßnahmen, um gesundheitliche Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen:
 
  • Bevor die jungen Hühner einziehen, wird der Stall mit allem Inventar gründlichst gereinigt und anschließend desinfiziert und zwar nicht mit Chemie sondern der Boden und alles hölzerne und metallene Mobiliar wird abgeflammt und die Wände gekalkt und die Tränken mit Wasserstoffperoxid behandelt.
  • Um gute Luft im Stall zu haben, wird der Mist regelmäßig hinausbefördert. Es wird der Temperatur entsprechend gelüftet, im Sommer gegen Hitze und Staub Wasser vernebelt und die Einstreu gepflegt.
  • Die Einstreu darf nicht feucht werden, sonst entstehen Schadgase wie Ammoniak und Krankheitserreger und Parasiten können sich vermehren. Also streuen wir rechtzeitig nach und räumen bei Bedarf aus.
  • Auch auf einer zu lange genutzten Weide können sich Krankheitserreger vermehren. Deshalb betreiben wir einen konsequenten Weidewechsel.
  • Gegen Magen- und Darmwürmer bekommen unsere Hennen vorbeugend Kräuter ins Futter und ins Wasser, sowie Möhren; gegen Vogelmilben hilft vorbeugend ein Staubbad mit Urgesteinsmehl, bei Befall Silikatstaub.
  • Zur Sicherheit lassen wir mindestens viermal im Jahr vom Geflügelgesundheitsdienst Kotproben auf Salmonellen und Parasiten untersuchen und die Hennen vom Tierarzt kontrollieren.
  • Schnäbel werden bei unseren Hühnern nicht gekürzt, auch nicht von unserem Bioland-Aufzüchter. Wir beugen gegenseitigem Federpicken mit Weidegang und unserem „Beschäftigungsprogramm“ vor. Wenn trotz alledem noch etwas vorkommen sollte, können wir auf homöopathische, pflanzliche und mineralische Mittel zurückgreifen
 
Wenn dann trotz alledem noch etwas vorkommen sollte, können wir auf homöopathische, pflanzliche und mineralische Mittel zurückgreifen.
 
  Geschmack
Immer wieder werden unsere Jagsthof-Eier sehr gelobt. Wir führen dies darauf zurück, dass unsere Hühner eine sehr vielseitige Futterration mit viel Grünfutter, Kräutern, Möhren usw. bekommen und schlicht und einfach gesund und zufrieden sind.
     
Saubere, unbeschädigte Eierschalen sind uns wichtig. Unsere Eier werden schonend transportiert und durchleuchtet, um auch feine Haarrisse zu erkennen. Sie werden mit einer kleinen Sortiermaschine mit Handarbeit sorgfältig nach Gewicht und Qualität sortiert. Für die Sauberkeit der Eier sind die Verhältnisse im Stall entscheidend: Bei gut gepflegter Einstreu und sauberen Nestern gibt es wenig verschmutzte Eier. Kot- und Eiweiß-verschmierte Bio-Eier wie man sie oft in Supermärkten findet, sind kein Markenzeichen von Ökohaltung, sondern deuten auf anonyme Massenproduktion, verschlammte Ausläufe, schmierige Einstreu, verdreckte Nester, schlechte Transportsysteme oder schlampige Sortierung hin.
 
Dotterfarbe
Bio-Eier weisen meist eine hellere Dotterfarbe als konventionelle Eier auf, weil dem Biofutter kein künstlicher Farbstoff zugesetzt werden darf. Unsere Jagsthof-Eier fallen durch eine relativ kräftige Dotterfarbe auf, weil unsere Hühner viel Gras fressen oder getrocknetes Gras ins Futter gemischt bekommen und dazu noch viele Möhre aufpicken.
     
Beides enthält viel Karotin als natürlichen Farbstoff. Allerdings kann man jahreszeitliche Schwankungen feststellen, weil die Hennen nicht bei jedem Wetter raus dürfen und Bio-Futtermöhren auch nicht das ganze Jahr verfügbar sind. Der konventionelle Hühnerhalter hat es da schon einfacher: er kann sich bei seinem Futtermittelhändler auf einer Farbtafel die gewünschte Dotterfarbe aussuchen und bekommt dann die entsprechende Menge Farbstoff ins Hühnerfutter gemischt.  
     
Gesunde Eier

Schadstofffreiheit, Dioxin
Es ist heutzutage nicht möglich eine absolute Schadstofffreiheit garantieren. Dazu sind schon zu viele Schadstoffe z.B. aus Verkehr und Industrie in der Umwelt. Wir tun jedoch alles, damit von unserer Seite nichts dazu kommt: Auf unsere Felder kommt überhaupt nichts Zugekauftes, und auch im Stall wird nichts Chemisch-Synthetisches eingesetzt. Auf Dioxingehalt wurden unsere Eier untersucht. Der sehr niedrige Wert im Prüfbericht ist neben der Lage des Jagsthofs in einem ländlichen Gebiet auch unserem Weidesystem zu verdanken, bei dem den Hennen möglichst wenig unbewachsener Boden zugänglich ist und somit wenig Anreiz zum Erde aufnehmen.
 
Salmonellen
Sicherheitshalber lassen wir mindestens alle 3 Monate Kotproben auf Salmonellen untersuchen. Während eine Einschleppung über das Futter nahezu ausgeschlossen ist, weil sich keine tierischen Bestandteile darin befinden, wäre theoretisch eine Verbreitung über Wildvögel denkbar. Bei einem gesunden Hühnervolk mit intakter Darmflora ist eine Ausbreitung jedoch sehr unwahrscheinlich. Jedes Restrisiko auszuschließen, hat allerdings auch der Verbraucher in der Hand: Wer Eier spätestens nach 2 Wochen kühl lagert und vor allem keine aus rohen Eiern hergestellten Lebensmittel ungekühlt herumstehen lässt, gibt der Salmonelle keine Chance.
 
Gentechnik
Gentechnisch veränderte Futtermittel lehnen wir wie alle Bioland-Betriebe strikt ab. Die zugekauften Futteranteile stammen von Bioland-Kollegen oder werden regelmäßig auf GVO untersucht.
 
Haltbarkeit
Auf den Eierschachteln ist ein MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) von 4 Wochen nach Legedatum aufgedruckt. Kühl gelagerte Eier mit intakter Schale halten auch noch länger.